Aktionswoche für ein Weltparlament vom 19. bis 28. Oktober 2018!

Mache mit bei unserer globalen Aktionswoche vom 19. bis 28. Oktober 2018 und beteilige Dich am Aufruf für die Gründung eines Weltparlaments, das allen Weltbürgerinnen und Weltbürgern politische Repräsentation und Einfluss geben wird.

Klimawandel, Umweltverschmutzung, Terrorismus, Massenvernichtungswaffen, Rüstungswettlauf, Antibiotikaresistenz, Pandemien, unregulierte Finanzmärkte, wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeit, Zwangsmigration… diese Liste könnte weiter und weiter geführt werden. Wir haben viele dringende globale Herausforderungen. Jedoch haben wir keine passenden politischen Werkzeuge, um diese zu lösen. Unser derzeitiges internationales System ist dysfunktional. In einer Zeit, in der Multilateralismus und internationale Organisationen angegriffen werden, sind Veränderungen, um diese demokratischer und effizienter zu machen, umso wichtiger. 

Nur ein Weltparlament kann die Gleichberechtigung aller Menschen widerspiegeln

In ihrem Buch Das demokratische Weltparlament: Eine kosmopolitische Vision zeigen die Autoren Andreas Bummel und Jo Leinen auf, dass die Gründung und stufenweise Entwicklung eines Weltparlaments der Schlüssel zu einer friedlicheren, gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft ist. Es ist eine Sache der Moral und der demokratischen Prinzipien. Wenn alle Menschen als gleichwertig betrachtet werden sollen, dann kann nur ein Weltparlament diese Sichtweise auf der globalen Ebene widerspiegeln. Das grundlegendste demokratische Prinzip ist „eine Person, eine Stimme.“ Erstmals in der Menschheitsgeschichte würde dieses Prinzip in der Weltpolitik zum Tragen kommen. Aber es ist nicht nur eine Sache der Moral; es geht auch darum, pragmatische und realistische Lösungen für unvermeidlich globale Herausforderungen zu finden. Globale Herausforderungen brauchen globale Lösungen. Nur ein demokratisches Weltparlament wäre ausreichend legitimiert, um unsere allgemeinen menschlichen Probleme effizient zu handhaben.

Diese Schlussfolgerung wird auch in den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 bestätigt. Ziel 16 beispielsweise besagt, dass wir für das Schaffen von Frieden, Gerechtigkeit und effektiver Regierungsführung „verantwortliche und transparente Institutionen“ und „reaktionsfähige, integrative, partizipative und repräsentative Entscheidungen auf allen Ebenen“ benötigen. Die globale Ebene ist sowohl die höchste aller politischen Ebenen als auch die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung überall. Ohne globale Nachhaltigkeit kann es keine lokale Nachhaltigkeit geben. Ein Weltparlament ist die Schlüsselreform, um die Ziele der nachhaltigen Entwicklung zu erreichen und um eine bessere Welt auch über das Jahr 2030 hinaus aufzubauen.

Unsere Vision muss ein demokratisches Weltparlament sein, eine Plattform für die kollektive Stimme der Menschheit genauso wie für die einzelne Stimme jedes individuellen Menschens. Ein erster pragmatischer Schritt in Richtung dieses Ziels wäre die Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung der Vereinten Nationen wie von der UNPA-Kampagne vorgschlagen.

Wir, die Bürgerinnen und Bürger der Welt, sind aufgerufen einen Weg für künftige Generationen zu ebnen. Wo immer wir auf der Erde leben, auf dem Land oder in Megastädten, in Armut oder in Luxus, wir sind verantwortlich füreinander und für die Lebensgrundlagen auf diesem Planeten und wir sollten zusammenkommen, um eine bessere Welt zu schaffen.

Finde hier heraus, was Du tun kannst, um an der sechsten Globalen Aktionswoche für ein Weltparlament im Oktober 2018 teilzunehmen.

Solltest Du Facebook nutzen, finde hier die Veranstaltungsseite, der Du beitreten und die Du mit anderen teilen kannst.

Bild: Teilnehmer des föderalistischen Seminars in Ventotene fordern ein „Weltparlament jetzt“, das Motto der Globalen Aktionswoche 2015 (erfahre mehr über das berühmte Ventotene-Seminar hier).

Petter Ölmunger
Petter is chair of Democracy Without Borders Sweden